Motor zündet erst spät – Grün-Weiß Männer mit Galavorstellung in Durchgang zwei zurück an der Tabellenspitze

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Am Sonntag reiste die erste Männermannschaft des SV Grün-Weiß Wittenberg/P. zum Spitzenspiel der Verbandsliga-Süd, zum bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer HV Ilsenburg. Die Devise war klar, gegen die Ilsenburger wollte man die Tabellenspitze zurück erobern. Bis auf Tim Kummer waren alle Spieler an Board einsatzbereit und so gaben die Unparteiischen Schiech und Seidler pünktlich um 15:15 Uhr die Partie frei. Die Anfangsphase begann sehr ausgeglichen. Den ersten Treffer markierten die Hausherren. Im Gegenzug war es Kristof Duber welcher zum 1-1 ausglich. Die erste Hälfte war geprägt von ständigen Führungswechseln. In der vierten Minute waren es die Ilsenburger welche mit 4-2 in Front lagen. Durch Treffer von Knape und Engel wurde diese Führung in der sechsten Minute egalisiert. Der nächste Treffer folgte erst in der neunten Spielminute durch die Hausherren zum 5-4. Die Grün-Weißen wirkten von Anfang an hellwach. In der Defensive stand man sehr robust und die 5-1 Deckung stellte für die Hausherren eine große Schwierigkeit dar. Das Angriffsspiel der Ilsenburger wirkte recht einfallslos und immer wieder wurden Bälle in der Defensive gewonnen aber das sonst so schnelle Umschaltspiel der Grün-Weißen brachte in Durchgang eins keine großen Erfolge. Viele Chancen wurden nicht konsequent genug genutzt, sodass es bis zum Pausenpfiff sehr eng blieb. Über die Zwischenstände 5-5, 7-7, 8-9 bis zum 9-11 konnten die Grün-Weißen erstmals eine zwei-Tore-Führung erarbeiten. Möglichkeiten die Führung zu diesem Zeitpunkt weiter auszubauen wurden allerdings liegen gelassen und Ilsenburg konnte durch zwei Tore in Folge ausgleichen und im Gegenzug auf 12-11 (23.) die erneute Wende herbeiführen. Bis zur Pause konnten sich dann die Hausherren mit zwei Toren absetzen. Den letzten Treffer der Partie markierte dann noch Zsolt Hetmann zum 15-13 Pausenpfiff. Fazit vozun Durchgang eins, in der Defensive stand man sehr gut und die 5-1 Deckung stellte die Hausherren vor einige Probleme. Einziges Manko war die bis dahin schlechte Chancenverwertung welche den Rückstand erklären.

In Durchgang zwei sollte man nun eine völlig ausgetauschte Wittenberger Mannschaft erleben. Stockte der Motor noch in Durchgang eins sollte er in der zweiten Hälfte so richtig zünden. Die erste viertel Stunde zeigte ein ähnliches Bild wie in Durchgang eins. Bis zur 33.Spielminute konnte man den Pausenrückstand zum 16-16 ausgleichen. In der Folge legte Ilsenburg stets vor, Grün-Weiß zog nach (17-16, 17-17, 18-17, 18-18). In der 37.Spielminute dann die Wende im Spiel, die Lutherstädter gelang ein erneuter Führungswechsel 18-19, sowie ein erneuter zwei-Tore-Vorsprung 18-20 (39.). Eine Auszeit der Hausherren brachte nicht den nötigen Erfolg. Nun waren es die Ilsenburger welche einem Rückstand hinterherliefen. Zwar blieben sie über die Stationen 19-21, 19-21, 20-22, 21-22 stets in Schlagdistanz, ein erneuter Führungswechsel sollte aber ausbleiben. In der 46.Spielminute beim Stand von 24-26 legten die Lutherstädter einen Gang zu und zeigten dass sie zu Recht die stärkste Offensive der Liga haben. Angetrieben von Norbert Keserü, welcher nun das Tor wörtlich zunagelte, erhöhten die Wittenberger das Tempo. Balleroberungen in der Defensive wurden sofort durch Tempogegenstöße und zweiter Welle vollstreckt und so setzte man sich, Tor um Tor, bis zur 55.Spielminute auf 25-31 ab. Auch im Positionsangriff spielte man nun ansehnliche Treffer heraus. Basti Engel, mit neun Treffern Wittenbergs bester Werfer an diesem Tag, setzte seine Nebenleute gut in Szene oder vollstreckte selber. Die Körpersprache der Ilsenburger sprach nun Bände und die Niederlage war nicht mehr abwendbar. Bis zum Schlusspfiff sollten die Wittenberger noch einen zehn-Tore-Vorsprung erarbeiten. Am Ende war ein verdienter 27-37 Auswärtssieg eingefahren.

Nach anfänglichen Problemen in Durchgang eins zeigte man vor allem in der Schlussviertelstunde eine starke Leistung, welche am Ende zu einem deutlichen Auswärtserfolg beitrug.

Für Grün-Weiß siegten Alexander Faust und Norbert Keserü im Tor, Zsolt Hetzmann(2), Christian Hohaus(7), Kevin Auer, Sebastian Engel(9), Lukas Knape(6), Tim Kummer, Erik Kunert, Kristof Duber(8), Matej Ivankovic(5), Akexander Böhm

Erik Kunert