Heimserie hält an – Wittenberger mit souveränem Auftritt zum sechsten Heimsieg

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Mit 36-24 konnten sich am Samstag die Lutherstädter gegen die Oberligareserve des HV Rot-Weiß Staßfurt recht deutlich durchsetzen. Dabei begann der Start in das sechste und letzte Heimspiel der Hinrunde alles andere als souverän. Pünktlich um 19:30 Uhr ging es in die Partie und die Grün-Weißen erwischten einen totalen Fehlstart. Staßfurt ging als Außenseiter in die Partie, welche sich aber durchaus Chancen beim Spitzenreiter der Verbandsliga-Süd ausrechneten und entsprechend überraschend gingen die Gäste mit einem 0-4 Lauf in die Partie. Die Anfangsphase verschliefen die Wittenberger total und der erste Treffer gelang erst nach sieben Minuten per 7-Meter durch Kristof Duber (1-4). In der Folge waren es nochmals die Staßfurter welche bis zur neunten Spielminute aussichtsreich mit 1-6 in Front lagen. Trainer Zubrzak zog bereits früh die Notbremse mit einer Auszeit. Abermals hatten die Wittenberger anfängliche Probleme im Aufbauspiel, defensiv stand man gar nicht schlecht, aber im Angriff leistete man sich zu viele technische Fehler und vor allem Fehlwürfe. So scheiterten die Wittenberger ein ums andere mal am bis dahin gut haltenden Andreas Jesse, selbst freie Würfe wurden liegen gelassen. Trainer Zubrzak appellierte nun an seine Schützlinge endlich aufzuwachen, klare Chancen zu nutzen und in der Deckung beherzt zuzufassen. Dies gelang zunächst bedingt. Die Lutherstädter fanden nun besser ins Spiel und verkürzten durch Treffer von Auer und Ivankovic auf 4-6 (13´). In der Deckung eroberte man viele Bälle, der Mittelblock arbeitete exzellent und nach anfänglichen Problemen fand auch Norbert Keserü im Wittenberger Gehäuse immer besser ins Spiel und zeichnete sich durch starke Paraden aus. Einziges Manko war, wie auch in den letzten beiden Spielen die Chancenverwertung im Angriff. So waren es erneut die Staßfurter welche 5-9 (17´) bzw. 7-10 (19´) in Front lagen. Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Wittenberger, welche nun endlich im Spiel angekommen waren. Mit wunderbar herausgespielten Angriffen und schnellem Umschaltspiel drehten die Hausherren innerhalb von fünf Minuten und einem 5-1 Lauf das Spiel auf 12-11 (24´). Ein letztes Mal konnte Staßfurt zum 12-12 ausgleichen, dann rollte der Grün-Weiß Motor. Als besonders treffsicher in Durchgang eins und vor allem in Durchgang zwei erwiesen sich Kevin Auer und Lukas Knape. Auer, mit anfänglichen Schulterproblemen, konnte sich immer wieder im Tempogegenstoß und von Außen auszeichnen und steuerte 14 Treffer bei und auch Knape auf der rechten Seite tat es Auer gleich und erzielte am Ende 10 Treffer. Bis zur Pause drehten die Wittenberger nun das Spiel und beim Stand von 17-14 wurden die Seiten gewechselt. Nach einer schwachen Auftaktviertelstunde, fanden die Grün-Weißen nach und nach besser uns Spiel und erzielten viele einfache Tore per Tempogegenstoß. Defensiv stand man sehr agressiv, blockte viele Bälle und auch beide Torhüter, Keserü in Durchgang eins und Faust in Durchgang zwei strahlten viel Sicherheit aus.

In Durchgang zwei sollte man das Tempo hoch halten und nochmals die Schlagzahl erhöhen. Mit zwei weiteren Treffern von Knape fand man exzellent in die zweite Halbzeit (19-13). Zwar konnte Staßfurt nochmals auf 19-14 verkürzen, dann spielten nur noch die Hausherren und setzten sich mit einem 6-0 Lauf durch Treffer von Auer, Ivankovic und Knape auf 25-14 (39´) vorentscheidend ab. Erst in der 40.Spielminute gelang den Staßfurtern ein weiterer Treffer zum 25-15. Staßfurt fand offensiv nur noch wenige Mittel gegen die agressive Deckung und starke Blockarbeit der Wittenberger und auch Alexander Faust konnte im Tor an die Leistung von Keserü anknüpfen und parierte viele Bälle. Die Grün-Weißen ließen nun nichts mehr anbrennen und verwalteten über die Stationen 28-16 (45´), 30-17 (48´) 34-22 (56´) bis zum 36-24 Schlusspfiff einen 12 Tore-Vorsprung. Besonders zehn Minuten vor Schluss legten die Hausherren einen Gang zurück, sodass Staßfurt noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte. Zudem bekam nun jeder Spieler seine Einsatzzeiten. Eine konsequentere Chancenauswertung in den letzten zehn Minuten des Spiels hätte durchaus einen höheren Sieg zur Folge haben können. Dennoch waren Mannschaft und Trainer am Ende mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Nach zuletzt zwei relativ schwachen Spielen, so wie der schwachen Anfangsviertelstunde fand, man vor allem in Durchgang zwei zurück zur alten Stärke, sowie dem sonst so effizienten Tempospiel zurück. Damit behaupten die Wittenberger Tabellenplatz eins und sind auf einem guten Weg an der Spitze der Verbandsliga-Süd zu überwintern.

Jetzt genießt das Team auf Grund der Handball-WM der Frauen zwei Wochen Spielpause. Diese Zeit will man ein wenig zur Regeneration nutzen, aber auch das ein oder andere Testspiel ist in der Diskussion um den Fokus nicht zu verlieren.

Am 16-12-2017 steht dann das letzte Spiel der Hinrunde und im Jahr 2017 auf dem Programm. Man reist zum schweren Auswärtsspiel nach Köthen.

Für Grün-Weiß siegten Alexander Faust und Norbert Keserü im Tor, Zsolt Hetzmann, Kevin Auer(14), Max Giese, Sebastian Engel(1), Lukas Knape(10), Tim Kummer(2), Erik Kunert, Kristof Duber(3), Matej Ivankovic(5), Alexander Böhm(1), Krzystzof Zubrzak, Enrico Auer, Isabella Köllsch

Erik Kunert